Pressemitteilung – Gründung des Bundesverbandes Digitale Bildung e. V.

Hannover, 10. November 2017 – Mit Gründung des „Bundesverband Digitale Bildung e.V.“ (BVDB) tritt eine neue Interessenvereinigung in Deutschland als zentrale Instanz für das Thema „Digitale Bildung“ ein. 

Bereits im Mai durch zehn Gründungsmitglieder aus Wirtschaft, Pädagogik und Politik gegründet, wurde nun durch den offiziellen Start der Website unter http://www.bvdb.org der Startschuss für ein Informationsportal rund um die Thematik Digitalisierung gegeben. Der Bundesverband Digitale Bildung e. V. steht dabei für ein Netzwerk aus Wirtschaft und Institutionen wie Bildungseinrichtungen, Wissenschaft und Politik. Ziel ist es, die Bildungswelt methodisch, konsequent und nachhaltig zu digitalisieren. Darüber hinaus tritt der BVDB für die Vision der Digitalen Transformation und ökologischen Verantwortung in Unternehmen ein, weist auf Fehlentwicklungen in diesem Bereich hin und erarbeitet Lösungsvorschläge für eine Vielzahl an digitalen Herausforderungen. 

Interessierte, Suchende und potenziell Förderwillige aus entsprechenden Bereichen gilt eine herzliche Einladung zur Fördermitgliedschaft im Bundesverband.

Zielsetzung: Digitalisierung deutscher Bildungsprozesse

Für die Mitglieder des BVDB hinken deutsche Bildungsstrukturen den aktuellen soziotechnologischen Entwicklungen deutlich hinterher. Die sich bereits lange abzeichnenden Anforderungen durch die Digitale Transformation / Industrie 4.0 erfordern ein modernes Bildungssystem. Fehlende Vermittlungskompetenz digitaler Sachverhalte und Fehlallokationen öffentlicher Bildungsträger, die demographische Entwicklung und das Fehlen von Lösungsansätzen führen jedoch dazu, dass das Bildungswesen die Schüler mit Mitteln des 20. Jahrhunderts auf das 21. vorzubereiten versucht. 

Ob Kinder im Vorschulalter, Schüler in Bildungseinrichtungen oder Mitarbeiter in Unternehmen, der BVDB versucht allen Interessengruppen gerecht zu werden, da es sich bei dem Thema „Digitale Bildung“ um ein generelles handelt, welches einen ganzheitlichen Ansatz vom Kindesalter über die Schülerkarriere bis hin zum lebenslang lernenden Arbeitnehmer bedarf.

Digitalisierung: fundamentales, globales Phänomen hoher Bildungsrelevanz

Digitalisierung verändert die Wirtschaft branchenübergreifend und global. Aus dem Grund bedarf es einer Anpassung des Bildungswesens: Wandelte vergangene Rationalisierung noch menschliche Arbeitskraft vereinzelt in automatisierte Massenproduktion um, ergreift die aktuelle, durchgängig organisierte Digitalisierung nach globalem Vorbild hingegen alle Gesellschaftsbereiche simultan. Entsprechend international müssen sich deutsche Bildungsinstitutionen orientieren. Dies erfordert konkrete Zielvorgaben in / durch Politik und Einrichtungen.

Unternehmen als Wertschöpfer müssen ihre Existenz durch die Digitalisierung der Prozesse und Produkte kontinuierlich sichern und benötigen dringend Absolventen, welche über die Kompetenzen verfügen, mit dem digitalen Fortschritt intellektuell und inhaltlich Schritt halten zu können. Schließlich hängt die gesellschaftliche Existenzsicherung längst von der tatsächlichen Nutzbarkeit digitaler Technologien und Inhalte durch die jeweiligen Zielgruppen ab.

Vision und Umsetzung

Die Vision des Bundesverbandes beinhaltet die deutschlandweite Entwicklung ganzheitlicher, digitaler Bildungsstrukturen. Aufgrund der Komplexität dieser Vision, tritt der BVDB bereits heute für vereinzelte Leuchtturmprojekte ein, wie z. B. einen für Schüler, Eltern, Lehrer und Unternehmer haptisch erlebbaren Bildungscampus von der Kreativwerkstatt im Vorschulalter über die digitale Schule und Akademie bis hin zum digitalen Hub für Startups. Flankierend werden Stiftungsinstitute für Digitale Bildung und Design Thinking befürwortet, welche flankierend medienpädagogische Konzepte entwickeln, evaluieren und digitalaffine Lehrer/innen von morgen ausbilden.

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