Lehren aus der Pandemie & Aufruf zur Probemitgliedschaft!

Ein starker Verband benötigt starke Mitglieder. Aus dem Grund möchten wir Euch dafür begeistern, Mitglied im BvDB zu werden. Schließlich sollten wir die Lehren aus der Pandemie ziehen und uns gemeinsam auf die Post-Corona-Zeit vorbereiten.

Aus dem Grund bieten wir ab sofort einen Schnupper-Tarif an, der 1 volles Jahr Gültigkeit hat und keine Kosten verursacht. Egal, ob natürliche Person, Institution, Start-up oder Unternehmen. Jederzeit kündbar innerhalb des ersten Jahres. Wenn Euch die Mitgliedschaft zusagt, überführen wir Euch automatisch in die normalen Tarife, die Ihr über unsere Beitragsordnung hier einsehen könnt.

Dies soll dazu beitragen, Euch für unsere Sache zu gewinnen, denn der digitale Schulalltag offenbart uns ein sehr differenziertes Bild:

Wir sehen Schulen, in denen die Umsetzung digitalisierter Bildung grundsätzlich gut funktioniert und Schulen, die aufgrund der Komplexität der Herausforderungen tatsächlich resigniert haben. Die Krise wirkt hier wie ein Brennglas und offenbart schonungslos den Stau an Reformen, Infrastrukturausbau, mangelnden Vorgaben bzgl. Medienpädagogik und Vereinfachung von Verwaltungsprozessen. Wir blicken sozusagen in die Versäumnisse vorausschauender, präventiver Schulpolitik der letzten Jahrzehnte, welche den sozio-technologischen Trend, der um uns herum stattfindet, in großen Teilen leider verschlafen hat.

Die Lehrkräfte und die Schülerschaft sind innerhalb weniger Monate förmlich in das 21. Jahrhundert katapultiert worden. Unterstützungsangebote für Lehrkräfte mit Blick auf konkrete Methoden zur Umsetzung Digitaler Bildung sind jedoch oft Fehlanzeige. Lehrkräfte verlassen sich – ähnlich wie die Schülerschaft – im Wesentlichen auf sich selbst (Autodidaktik) oder greifen aus Resignation wieder auf Mittel der Zettelwirtschaft zurück.

Die Erkenntnisse vieler Lehrenden dabei ist:

  • Analoge Didaktik lässt sich nicht einfach 1:1 auf Digitale Bildung übertragen
  • Es mangelt an guter bis sehr guter Software, sowohl im Unterricht als auch in Verwaltung und Kollaboration
  • Der spielerische Umgang mit Technik gerät an seine Grenzen, wo Fleiß und Formalitäten eine hohe Relevanz entfalten
  • Die Ausstattung der Schulen findet oft ohne tiefgreifendes Wissen der Entscheider in technikgetrieberner Form statt. Angeschafft wird, was teilweise nicht kompatibel ist oder sinnvoll zueinander passt.
  • Die Ausstattung an Schulen und von Schülern sind sehr heterogen.
  • Chancengleichheit wird zur Gerechtigkeits-, Neid- und Sozialfrage. Die Unterstützung durch das Elternhaus schwankt obendrein sehr stark.
  • Zeitgleich setzen sich IOS von Apple als größtes Ökosystem an Schulen via Tablets und Microsoft via Teams mit allen Lockin-Folgen durch.
  • Es bestehen große Defizite in puncto Content. Vor allem interaktiver, gut aufeinander abgestimmter Content fehlt, wodurch die Mehrwerte der Geräte häufig fehlgreifen.
  • Die Pandemie hat zwar auch eine Vielzahl an inhaltlichen Angeboten hervorgebracht, doch es mangelt an Übersicht und Transparenz in Qualität, Sicherheit und Passgenauigkeit zu bestehenden Curricula.
  • Der Verlust des persönlichen Kontakts zwischen Lehrer- und Schülerschaft sowie untereinander wird nicht von allen Schülerinnen und Schülern gleichermaßen wahrgenommen. Analog gute Schüler:innen entfalten Probleme im Digitalen, vermeindlich schlechte Schüler:innen lassen digitale Kenntnisse aufblitzen.
  • Datenschutz wird ein zentrales Thema: Die aktuelle DSGVO ist Segen und Fluch zugleich. Eine strenge Auslegung führt zu unnötigem Overhead in Schulen. Zugleich entsteht eine Flut an Daten durch Lernprozesse, die Schulen nicht adäquat administrieren können.
  • Der Föderalismus offenbart Schwächen. Es findet kaum Austausch zwischen den Ländern zu funktionierenden Methoden bzw. Best Practices statt. Die Politik betrachtet die Leistungen des jeweils anderen mit Argwohn statt als Benchmark. Ideologien nutzen Schulen als Spielwiese für immer neue Verprobungen.
  • Last but not least: Mit Blick auf Cloud-Lösungen versucht sich die Politik stets an eigenen Lösungen, die an der Realität zu oft scheitern. So bringen verschiedene Cloud-Initiativen kaum Mehrwerte, leiden unter mäßiger Usability oder Verfügbarkeit, während Lösungen der Privatwirtschaft, insbesondere aus der deutschen Ed-Tech-Szene oft keine Lobby haben.

Es ist an der Zeit, sich zu organisieren, um die Dinge gemeinsam zu ändern.

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