Digitalisierung: Die Veränderungen werden gravierend sein

In den kommenden 10 bis 15 Jahren werden wir durch das Internet der Dinge und Künstliche bzw. Kognitive Intelligenz Zeugen massiver Veränderungen. Dabei stellen sich gravierende Fragestellungen, auf die wir – mal abgesehen von Utopien einschlägiger SciFi-Autoren – bisher kaum Antworten haben.

Wer sich heute etwas intensiver mit Themen wie Digitalisierung, Trend- und Zukunftsforschung auseinandersetzt, stolpert schnell über inhaltliche Fragestellungen, wie z. B.:

  • In welchen speziellen Bereichen werden intelligente Computerprogramme anspruchsvolle menschliche Fähigkeiten erweitern oder ersetzen?
  • Welche Arbeitsplätze fallen damit weg, wie viele und wann genau?
  • Ab wann fahren Autos in komplizierten Verkehrssituationen alleine, helfen Roboter Bauarbeitern oder Pflegern?
  • Ab wann beraten KIs bzw. Roboter Klienten in individuellen Rechtsfällen, diagnostizieren Krankheiten erfolgreicher als Ärzte oder legen Kapital ertragbringender an?
  • Was ist, wenn Computer komplexe Risiken richtiger einschätzen als wir Menschen?
  • Auf welcher Basis werden in diesem Szenario Wertschöpfung und Steuern berechnet?
  • Ab wann benötigen wir ein neues Wirtschafts- und Sozialgefüge, ggf. in Verbindung mit einem bedingungslosen Grundeinkommen?
  • Ab wann werden virtuelle Entitäten den Energieverbrauch über dezentrale Infrastrukturen justieren oder gar Teile der Legislative, Judikative und Exekutive optimieren, schlicht und ergreifend, weil sie „logischer und fairer“ agieren?

Welche Transferleistung Mark Weiser bereits 1988 mit seinem Aufsatz über Ubiquitäres Computing vollbrachte, wird uns erst heute so richtig veranschaulicht. Die Veränderungen unserer Zeit vom analogen in das digitale Zeitalter sind wahrlich allumfassend und werden unser privates wie berufliches Umfeld drastisch verändern.

Entsprechend mahnen mittlerweile nicht weniger erfolgreiche wie schillernde Personen von Elon Musk (Tesla, SpaceX) über Steven Hawking (Astro-/Physiker) bis hin zu Mustafa Suleyman (Deepmind, Google) nicht nur vor der KI selbst, sondern insbesondere davor, auf die Veränderungen und deren Geschwindigkeit vorbereitet zu sein.

Dabei sind sich alle einig:
Es benötigt schlicht Fachkompetenz, um zu verstehen, was da passiert. Das gilt heute und in Zukunft noch viel mehr für das Individuum ebenso wie für die Wirtschaft und insbesondere für den Staat, der als Regulativ auftreten muss.

„Unternehmen“ wir als Individuum und – noch viel wichtiger – gemeinsam nichts, gilt auch heute noch der Ausspruch des genialen Science-Fiction-Autors Issac Asimov:

Ich konnte mich nicht dazu bringen zu glauben, dass, wenn Wissen eine Gefahr darstellt, die Lösung Ignoranz ist.

Wir sind als die Übergangs-Generation von analog zu digital mitten im Geschehen. Durch den damit verbundenen tiefgreifenden Paradigmenwechsel stehen wir automatisch in der Pflicht, zum Beispiel uns selbst und unserer Umwelt  Grundkenntnisse im Programmieren und in Informatik anzueignen oder Unternehmen auf die Beine zu stellen, die unter ethisch-moralischer Maßgabe Spitzentechnologie und entsprechende Forschungen vorantreiben und einsetzen.

This is the end of business as usual!
Brian Solis – Top Analyst bei Altimeter Group, Trendforschung

Aber noch viel wichtiger ist: Die IT-/IoT-Wissensbasis unseren eigenen Kindern zu ermöglichen. Wenn sie erwachsen sind, werden sie es vermutlich in nahezu allen Lebens- und Arbeitsbereichen bestens gebrauchen können, um die Welt um sie herum noch halbwegs zu verstehen und gestalten zu können.

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